Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Venner-Moor-Brücke

Lage: Im Ausbaulos 8 des Dortmund-Ems-Kanals bei km 52,944 und im Zuge der Landesstraße 884 in Senden/Münster
Baujahr: 1959
Eigentümer: WSV

Besonderheiten: Die Brückenanlage sollte in der ursprünglichen Planung um 1,10 m gehoben werden.

Fotostrecke zum Längseinschub des neuen Überbaus vom 06.06. bis 07.06.2019

Venner-Moor-Brücke

Dortmund-Ems-Kanal, Venner-Moor-Brücke, Ponton wird vorbereitet Venner-Moor-Brücke Ponton wird vorbereitet, Quelle: WNA Datteln

Venner-Moor-Brücke Nr. 58

Ersatzgrund

Hebung der Straßenbrücke gem. Entwurf-HU Nr. 33 vom 20.04.2006


Alte Bestandsbrücke war zu niedrig, der Abstand zwischen den Widerlagern bildete ein Nadelöhr für die Schifffahrt und die alte Venner–Moor-Brücke war abgängig (gerissene Schweißnähte). Statischer Nachweis stellte heraus, dass die Tiefgründung der Lorenzpfähle die höheren Lasten aus der Bauwerkshinterfüllung nicht aufzunehmen vermochte.


Abgeschlossene Projektphasen

Planfeststellungsbeschluss mit Hebung der Brücke vom 12.01.2006 und Planänderungsbeschluss mit Neubau der Brücke vom 22.04.2009 liegen vor und Entwurf-AU Nr. 0081 vom 09.06.2017 und Ausschreibung wurden durch ein Ingenieur-Büro bearbeitet. Die Ausführungsphase läuft seit dem 19.12.2017 nach Abschluss der Vergabephase. Die ARGE Venner Moor bestehend aus den Firmen EB Baugruppe, Dallmann und SBN treten als Auftragnehmer mit einem Gefolge von 25 Subunternehmen auf.

Laufende Bauphasen

Bau einer schiefwinkeligen Stabbogenbrücke mit Stahlbetonverbundplatte, mit einer Stützweite von 88,86 m und Bau einer Umfahrungsbrücke mit Querverschub auf neu zu bauende Widerlager.
Zurzeit befinden sich die Widerlager im Bau. Die hohen sommerlichen Temperaturen verhindern allerdings die Betonage. Zu Ende Oktober ist der Querverschub geplant.

Geplante Besonderheiten

Die neuen Widerlager sollen nach dem Gestaltungskonzept der BAW Karlsruhe mit Graffiti künstlerisch gestaltet werden. Die Venner-Moor-Brücke ist die längste neu gebaute Straßenbrücke im WNA Datteln.
Die Baumaßnahme hat besondere Rücksicht auf die benachbarte und besonders zahlreiche Kreuzotterpopulation zu nehmen. Diese gilt sowohl im Allgemeinen, als auch in der ökologischen Fachwelt als ökologische Vielfalt und landschaftsästhetische Besonderheit, so dass im Zuge der ebenfalls vielfältigen Baumaßnahmen oft der Rat des ökologischen Bauberaters in Fragen des Tier- und Naturschutzes angefordert wird.