Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Ablagerungsfläche Coerheide

Kanalbrücke Ems Nr. 911N

Teilprojekt: Erweiterung der Bodenablagerungsfläche Coerheide in Münster-Coerde (DEK-km 74,450 bis 74,820)

Lage: Die Ablagerungsfläche Coerheide befindet sich ca. 3 km nördlich der Kanalstufe Münster in der Gemarkung Münster. Die gesamte Ablagerungsfläche liegt zwischen den Straßen Coerheide und Rügenufer in Höhe DEK-km 74,450 bis 74,820, in der Nachbarschaft zu zentralen Ver- und Entsorgungseinrichtungen: Zentraldeponie / Entsorgungszentrum und Hauptkläranlage.

Eigentümer: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)

Ablagerungsfläche Coerheide

Dortmund-Ems-Kanal, Ablagerungsfläche Coerheide Ablagerungsfläche Coerheide Luftbildaufnahme der bestehenden Bodenablagerungsfläche (Stand: Januar 2020), Quelle: WMA Datteln

Ablagerungsfläche Coerheide

Projektbeschreibung

Grund:

Im Rahmen des Kanalausbaus wurden auf der Ablagerungsfläche „Coerheide“ bereits Bodenmassen aufgeschüttet. Auf einer Fläche von ca. 8 ha wurden bis zum Jahr 2014 ca. 320.000 Boden aus dem Bau der Schleuse Münster abgelagert. Im Zuge des Baus der Liegestelle Amelsbüren wurden weitere 30.000 Boden abgelagert. Seit 2015 wurden 250.000 Boden aus dem Bau der Umfahrungsstrecke Kanalbrücke Ems vorerst temporär auf der Ablagerungsfläche abgelagert.

In einem Planänderungsverfahren mit Beschluss vom 10.03.2020 wurde erwirkt, die temporär abzulagernden Böden von 250.000 dauerhaft bis zu einer Höhe von 69,35 m ü. NHN auf der Ablagerungsfläche zu belassen und aus wirtschaftlichen Gründen weitere 255.000 Boden anderer Bauabschnitte im Bereich der Zielbauwerke der Standortschießanlage Coerheide abzulagern.
Die Verfügbarkeit der Flächen ermöglicht die wirtschaftlichere Durchführung des Bodenmanagements. Der eigentlich temporär abzulagernde Boden aus dem Bau der Umfahrungsstrecke kann vor Ort auf der Ablagerungsfläche „Coerheide“ verbleiben und ein aufwändiger Rücktransport zur Umfahrung der Kanalbrücke Ems vermieden werden. Zusätzlich kann Boden aus dem Streckenausbau Los 13a, anstatt an den Niederrhein verschifft zu werden, auf der nahe gelegenen Ablagerungsfläche „Coerheide“ abgelagert werden. Nach dem laufenden Planänderungsverfahren zum Teilrückbau der Umfahrungsstrecke (siehe Doppeltrog Link) wird diese mit dem Boden, der „zwischen den Kanälen“ in einer Mächtigkeit von rd. 5 bis 6 m abgelagert wurde, verfüllt. Der notwendige Bodentransport kann so unter Berücksichtigung des Ausbauziels und der ökologischen Aspekte auf ein Minimum reduziert werden.

Zur Herstellung der zusätzlichen Ablagerungsfläche „Coerheide“ werden die Zielbauwerke der Langwaffenschießbahnen zurückgebaut und durch den abzulagernden Boden überdeckt. Die Schießbahnen werden als Ausgleichsflächen hergerichtet.


Abgeschlossene Projektphasen

Planfeststellungsbeschluss vom 10.07.1998 mit Az.: A4-143.3/130 mit Planänderungsbeschlüssen vom 20.06.2001 und 16.07.2001, 15.06.2009 und 10.03.2020
Bis zum Jahr 2014 wurden auf der Bodenablagerungsfläche Coerheide 320.000 Boden aus dem Bau der Schleuse Münster abgelagert.
Im Zuge des Baus der Liegestelle Amelsbüren wurden weitere 30.000 Boden abgelagert.
Seit 2015 wurden 250.000 Boden aus dem Bau der Umfahrungsstrecke Kanalbrücke Ems vorerst temporär auf der Ablagerungsfläche abgelagert.


Laufende Projektphasen

Ausschreibung und Vergabe der VOB-Leistungen zum „Herrichten der Bodenablagerungsfläche Coerheide“
Die oben genannte Ausschreibung beinhaltet zum einen die Herrichtung der bereits bestehenden Bodenablagerungsfläche "Coerheide" und zum anderen die Erweiterung dieser Fläche auf die südlich angrenzende, ehemalige Standortschießanlage Coerde.

Für die Erweiterung um ca. 3,8 ha wird ein Teil der ehemaligen Standortschießanlage Coerde zurückgebaut. Anschließend werden bereits abgelagerte Bodenmassen umverteilt. Das Gelände, auf dem bereits zuvor Boden abgelagert wurde, wird modelliert und landschaftspflegerisch gestaltet.


Geplante Bauphasen

Im Rahmen der weiteren Arbeiten für die Umfahrung der Kanalbrücke Ems (hier Link zur Umfahrung) sowie für den anschließenden Doppeltrog soll weiterer Boden abgelagert werden. Entsprechend werden über mehrere Jahre Böden aus dem Gesamtprojekt „Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals von km 77,715N bis km 79.350N (Los 13 a)“ nach Coerheide transportiert und abgelagert.
Nach der Unterbringung der überschüssigen Bodenmassen erfolgt die landschaftspflegerische Gestaltung der Flächen, um die mit der Ablagerung verbundenen Auswirkungen auf Natur und Umwelt auszugleichen.

Projektzeiten Ablagerungsfläche Coerheide