Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Dortmund-Ems-Kanal-Südstrecke

abgeschlossene Projekte

Die Südstrecke des Dortmund-Ems-Kanals

Hier erfahren Sie mehr über bereits abgeschlossene Projekte am Dortmund-Ems-Kanal, Südstrecke.

Die Projekte wurden inzwischen an die zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter übergeben und liegen in ihrer Unterhaltung.

Wissenswertes

Bedeutung

Der Dortmund-Ems-Kanal bildet das Rückgrat des Westdeutschen Kanalnetzes. Als weitere, anfangs noch isolierte Süd-Nord-Wasserstraßenachse, verbindet er seit 1899 das Ruhrgebiet mit der Nordsee im Bereich der Emsmündung.

Streckenbeschreibung

Der DEK verläuft als künstliche Wasserstraße von Dortmund in nordwestlicher Richtung. Bei Datteln (DEK-km 21,33) schwenkt er nach Norden, überquert die Lippe, die Stever, die Ems und verläuft ab Greven auf der Ostseite des Emstales. Bei Bergeshövede (DEK-km 108,36) zweigt der Mittellandkanal ab, etwa 100 km nördlich, bei Dörpen (DEK-km 202,55) der Küstenkanal.
Ab Meppen verläuft der Dortmund-Ems-Kanal als staugeregelte Ems bis zur Schleuse Herbrum (DEK-km 212,56) und dann weiter als von der Tide beeinflusster Strom über Papenburg und Leer bis zum Seehafen Emden. Die als Dortmund-Ems-Kanal bezeichnete Binnenwasserstraße endet in der Nähe der Stadt Papenburg (DEK-km 225,82).

Ab Papenburg über Emden bis zur Nordsee wird der weitere Verlauf der Bundeswasserstraße als Unterems bezeichnet. Der Schiffsverkehr wird nach dem Seeschifffahrtsrecht, wie z. B. der Seeschifffahrtsstraßenordnung geregelt. Als Seeschifffahrtsstraße mündet die Unterems westlich von Emden in die Nordsee.

Schiffsverkehr

Auf dem Dortmund-Ems-Kanal sind je nach Ausbauzustand unterschiedliche Schiffsgrößen zugelassen. Entsprechend unterschiedlich sind die Schiffsverkehre in diesen Streckenabschnitten.
Der südlichste Abschnitt vom Hafen Dortmund bis zur Einmündung des Wesel-Datteln-Kanals bei Datteln ist rund 20 km lang.
Diesen Kanalabschnitt nutzen vor allem Schiffe, die vom Rhein kommend den Hafen Dortmund anfahren.

Der durchschnittliche Güterverkehr dieses Kanalabschnitts liegt bei ca. 1,9 Mio. Gütertonnen im Jahr. Der Containerverkehr mit jährlich 7,2 Mio. ist vergleichsweise hoch.

Die DEK-Südstrecke von Datteln bis zum Abzweig des Mittellandlandkanals ist rund 80 km lang. Seit der Deutschen Einheit und der EU-Osterweiterung kommt ihr besondere Bedeutung zu. Zusammen mit dem Mittellandkanal ist die DEK-Südstrecke ein wichtiges Bindeglied auf der West-Ost-Kanalverbindung. Große Schiffe, die vom Rhein kommen, erreichen auf diesem Weg die Stromgebiete von Weser, Elbe und Oder.

Der durchschnittliche Güterverkehr dieses Kanalabschnitts liegt bei ca. 12 Mio. Gütertonnen im Jahr.
Die DEK-Südstrecke ist noch nicht vollständig ausgebaut. Deshalb können hier moderne Großmotorgüterschiffe mit 110 m Länge und 11,45 m Breite vorläufig erst mit einer Abladetiefe von 2,50 m fahren und benötigen dafür eine Sondergenehmigung. Der Containerverkehr spielt eine eher untergeordnete Rolle.

Die DEK-Nordstrecke von Bergeshövede bis Papenburg ist rund 120 km lang. Hier sind die Schiffe mit einer Länge von 95 m und einer Breite von 9,60 m zwar kleiner, können aber mit einer Abladetiefe von 2,70 m fahren.

Den mit Abstand größten Containerverkehr auf dem DEK erreicht die DEK-Nordstrecke nördlich des Küstenkanals. Die Containerschiffe fahren vom Seehafen Emden kommend über die Eingangsschleuse Herbrum zum Güterverteilzentrum Dörpen. Durchschnittlich werden rund 21 360 TEU Container durch die Schleuse Herbrum transportiert.

Quelle: Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS)

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