Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen-Neubauamt Datteln

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Inhalt: Querschnittserweiterung

Querschnittserweiterung

Um die Wasserstraße in der Stadtstrecke Datteln durchgängig auf die zukünftige Querschnittsgröße gemäß Wasserstraßenklasse Vb auszubauen ist auf der gesamten Strecke eine Verbreiterung der Wasserspiegellinie erforderlich. Der vorhandene Kanalquerschnitt ist fast auf gesamter Länge mit beidseitigen Spundwandufern und einer Wasserspiegelbreite von 38,00 m ausgebaut, Die Wassertiefe beträgt planmäßig 3,50 m. Die Wassertiefe wird auf 4,00m unter BWu, d.h. auf 4,25 m unter Normalwasserstand vergrößert.

Dabei wird grundsätzlich als neuer Kanalquerschnitt ein Trapezprofil (T-Profil) vorgesehen. Wo Zwangspunkte und andere äußere Rahmenbedingungen dieses Profil nicht erlauben, wird entweder ein Rechtecktrapezprofil (RT-Profil) oder ein Rechteckprofil (R-Profil) vorgesehen. Vorhandene und geplante Liegestellen, Häfen, gewerbliche Nutzungen und Siedlungsflächen sowie schadstoffbelastete Bereiche bedingen in weiten Streckenabschnitten die Verwendung des flächensparenden aber ökologisch ungünstigeren R-Profils bzw. RT-Profils.

Der Kanal wird bei der Querschnittserweiterung mit gedichteten Uferspundwänden (Spundwandufer) bzw. Dichtwänden im Dammkörper (Böschungsufer), die in geringer durchlässige Mergelschichten einbinden, versehen. Außerdem sind an den Enden der Ausbaustrecke Dichtwände in der Kanalsohle vorgesehen, die das Ausbaulos zusammen mit den Uferspund- bzw. Dichtwänden kastenförmig umschließen sollen. Auf der Seite der Kanalverbreiterung werden die bestehenden Spundwände entfernt. In den anderen Bereichen werden die neuen Spundwände wasserseitig vor die vorhandenen Spundwände gesetzt. In Bereichen mit Böschungsufern werden die Dichtwände eingebracht.

Die Gesamtlänge der Ufer beträgt rd. 11.182 m, davon werden 6.724 m mit Spundwand ausgerüstet und 4.458 m in Böschungsbauweise. Hinzu kommen die Hafeneinfahrten zum Liegehafen Datteln und zum ehemaligen Hafen, s. g. Dreieckshafen, der nur noch durch Sportvereine genutzt wird.

Im Vergleich zur vorhandenen Situation erhöht sich der Böschungsanteil von rd. 30 % auf 40 %.